Von Matthias Armborst, AP
Eine kleine aber zähe Gruppe von Autoren leugnet hartnäckig, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird. Sie verteidigen CO2 als harmloses Gas und bezichtigen seriöse Wissenschaftler der Lüge und der Korruption. Die so Gescholtenen werden langsam sauer - und wehren sich.
Auch hier könnt Ihr den ausführlichen Artikel auf der Spiegel-Homepage nachlesen.

Feuilleton: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.08.2007, Nr. 202, S. 35
Alles nur Klimahysterie? Wie sogenannte Klimaskeptiker die Öffentlichkeit verschaukeln und wirksame Maßnahmen gegen die Erderwärmung verhindern / Von Stefan Rahmstorf
Wer bereits längere Zeit als Klimatologe tätig ist, der fühlte sich in den vergangenen Monaten wie Stanislav Lems wackerer Astronaut Ijon Tychy, der auf einer seiner abenteuerlichen Raumfahrten in eine bizarre Zeitschleife geraten war. Der Weltklimabericht des Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC, erscheint und warnt vor den Folgen unseres Ausstoßes von Treibhausgasen - das hatten wir schon 1990. Die wissenschaftlichen Fakten rütteln Öffentlichkeit und Politik auf. Die Staatschefs befassen sich mit dem Klimawandel und beschließen Gegenmaßnahmen. Sie verpflichten sich, die Treibhausgaskonzentration der Erde auf einem Niveau zu stabilisieren, das einen gefährlichen Klimawandel verhindert. Das ist das Ergebnis der Rio-Konferenz von 1992 und der Klimarahmenkonvention (unter den Unterzeichnern ist auch George Bush Senior). Heute freuen wir uns, wenn sein Sohn in Heiligendamm eine wesentlich unverbindlichere Erklärung zum Klimaschutz mitträgt. Weiterlesen