Hermann Scheer (Präsident von EUROSOLAR; Vorsitzender des Weltrats für Erneuerbare Energien (World Council for Renewable Energy, WCRE); Vorsitzender des Internationalen Parlamentarier-Forums Erneuerbare Energien; Mitglied des Deutschen Bundestag; wissenschaftlicher Publizist und Autor) zu “CO2-freien Kohlekraftwerken”
PRESSEMITTEILUNG
Bonn, den 14. August 2007
Scheer: “Mit dem ‘Informationszentrum klimafreundliches
Kohlekraftwerk’ polieren sich die Stromkonzerne mit Schwarzer Magie”

Der neu gegründete Lobby-Club mit dem verharmlosenden und irreführenden Namen “Informationszentrum Klima” ist eine millionenschwere Mogelpackung zur Täuschung der Menschen. Mit dieser Einschätzung warnt Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR und Träger des Alternativen Nobelpreises, davor, auf einen neuen Trick der großen Energiekonzerne hereinzufallen. Das Image von Kohlekraftwerken lässt sich mit Schwarzer Magie nicht künstlich aufpolieren. Weiterlesen
SPD und Grünen sagen Nein zu Kohlekraftwerken. Es wird keine weiteren Beteiligungen der Stadtwerke München (SWM) an Kohlekraftwerken geben. Dies erklärten die Rathausfraktionen von SPD und Grünen.
Was sich bereits während des Kohle-Hearings abzeichnete ist nun Realität geworden. Außer der bereits beschlossenen Beteiligung am Kraftwerk Herne werden sich die Stadtwerke an keinem anderen Kohlekraftwerk beteiligen. Nicht nur das Hearing hat klar gezeigt, die Argumente gegen Strom aus Steinkohle sind eindeutig und überzeugend.
Bei der Entscheidung gegen den Kohlestrom waren sicher mehrere Faktoren wichtig. Zum einem die Entscheidung des Bundestages CO2 Zertifikate ab 2008 zum Teil zu versteigern. Damit erhöhen sich die Kosten immens.
Zudem hat Rheinenergie bereits erklärt Köln-Niehl nicht mehr bauen zu wollen. An diesem Kraftwerk waren die SWM ebenfalls interessiert. Dass nun SPD und Grüne dem Kohlestrom ein klares Aus erteilen ist aber auch auf den zahlreichen Protest von Münchner Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen. Durch zahlreiche Unterschriftenaktionen und Protestmails - wie z.B. durch Null Grad Plus - haben sich Hunderte Bürger direkt an den Oberbürgermeister gewandt und ihre Sorge um den Klimaschutz zum Ausdruck verliehen.
Die Petition läuft noch bis zum endgültigen Stadtratsbeschluss weiter und kann hier heruntergeladen werden. Die Forderungen von Null Grad Plus bleiben weiterhin bestehen. Wer NEIN zur Kohle sagt muss JA zu mehr Erneuerbaren Energien, JA zu mehr Energieeffizienz und JA zum Energiesparen sagen!
Wenn sich der Stadtrat am Donnerstag den 21. Juni in einem Experten-Hearing mit dem Thema Steinkohle beschäftigt, geht es um mehr als nur um Energieerzeugung. Bei der Stromerzeugung mit Steinkohle wird nicht nur Wärme, sondern auch jede Menge CO2 freigesetzt. Trotzdem setzen die Stadtwerke München (SWM) immer noch auf Beteiligungen an Steinkohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Damit würde der CO2 Ausstoß Münchens um 1.300.000 Tonnen gesteigert. Das steht im klaren Widerspruch zu den selbst gesteckten Zielen der Stadt München, die die CO2 Emissionen bis 2010 um 50% verringern will.
Zum morgigen Kohle-Hearing im Stadtrat fordert Green City ein klares Nein zur Beteiligung der Stadt München an Kohlekraftwerken.
Wie die SZ am Wochende berichtete, scheint durch den zunehmenden Druck der Öffentlichkeit der im Herbst gefasste Beschluss zur Beteiligung der Stadtwerke München an Kohlekraftwerken in Nordrheinwestfalen zu wackeln. Dennoch ist Vorsicht geboten - noch sind die klimaschädlichen Kohlekraftwerke nicht abgewendet. Die Null Grad Plus-Unterschriftenaktion für mehr Erneuerbare Energien anstatt Kohle leistet einen wichtigen Beitrag, Münchens Energieversorgung auf einen nachhaltigeren Pfad zu lenken. JETZT brauchen wir eure Unterstützung! Bitte verschickt diese Petition an Freunde und Bekannte - die Unterschriftenaktion wirkt! Oder kommt einfach am Stand von Null Grad Plus auf dem Tollwood Festival vorbei und leiht dem Klimaschutz eure Stimme.
Wichtig - die Unterschriftslisten müssen bis zum 3. Juli wieder bei Green City sein um sie am 4. Juli den politischen Entscheidungsträgern zu übergeben. Herzlichen Dank für eure Unterstützung!