Eine aktuelle Studie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), die eine Ökobilanz für in der Schweiz genutzte Biotreibstoffe erarbeitet hat, ergab, dass alleine biogene Energieträger künftige Energieengpässe nicht lösen könnten. Es sei zwar so, dass bei der Verbrennung von Biotreibstoffen bis zu ein Drittel weniger Treibhausgase frei werden als bei Benzin oder Diesel, allerdings rät die Studie trotzdem vom gezielten Anbau von Biomasse zur Energienutzung ab. Denn besonders Anbau und Verarbeitung dieser Rohstoffe belasten die Umwelt schwer, was natürlich dazu führt, dass die ökologische Gesamtbilanz der Biotreibstoffe negativ beeinflusst wird. Beispielsweise ist es unumstritten, dass die Abholzung der Regenwälder um Anbaufläche für Ölpalmen zu schaffen keine optimale Lösung ist. Würde aber die verfügbare, nicht „erzwungene“ Biomasse effizient genutzt werden, d.h. der Verbrauch gesenkt und die Wirksamkeit erhöht, kann Biomasse als Energieträger eine entscheidende Rolle spielen.
Um einen Anreiz zu schaffen in Biotreibstoff zu investieren und die Anbau- und Produktionsprozesse immer weiter zu verbessern, sei es sinnvoll, laut WWF Schweiz, die Steuerbelastung von Treibstoffen nach deren Umweltauswirkung und Nachhaltigkeit auszurichten.

27.08.07
Daniel Dlouhy