19.03.08
Lisa Mayr
Die Kolumne zum Klima in München
Jetzt wird das anscheinend doch nichts mit dem Transrapid. Die einen freut es, die anderen sind traurig. Und der Münchner CSU-Vorsitzende Otmar Bernhard warnt vor der Gefahr, denn die naht seiner Meinung nach dem Münchner Verkehrskonzept der olympischen Winterspiele 2018.
Denn wie sollen die erwarteten Besucher vom Flughafen zur Olympiastätte gelangen, wenn nicht mit dem Transrapid? Immerhin ist der so klimafreundlich, da kann der Reisende die eben auf dem Flug produzierten Tonnen CO2 ganz bequem und quasi mit Höchstgeschwindigkeit wieder einsparen. Und schneller als mit der S-Bahn ist er auch noch.
Die Zeitersparnis, die durch eine Fahrt mit dem Transrapid gewonnen worden wäre, wird allerdings schnell wieder relativiert. Denn wenn der Olympiagast nicht nur an den Eislaufwettbewerben interessiert ist, muss er nicht nur zum Hauptbahnhof fahren. Die alpinen Olympiaveranstaltungen sollen in Garmisch und am Königssee abgehalten werden, und dorthin fahren bisher lediglich ganz normale Züge.
Aber vielleicht kommen wir genau hier zum entscheidenden Punkt. Vielleicht war der Transrapid vom Hauptbahnhof zum Flughafen lediglich ein Ablenkungsmanöver und die CSU hat in Wahrheit noch ihren größten Trumpf im Ärmel, und zwar den Plan für eine Transrapidstrecke vom Münchner Hauptbahnhof direkt hinein in die bayerischen Alpen. Und so läge dann der Hauptbahnhof tatsächlich, wie schon von Edmund Stoiber in seiner legendären Rede vorausgesagt, näher an Bayern.
Gesetz dem Fall im Jahr 2018 liegt da überhaupt noch Schnee.
- Vorhergehender Beitrag in KlimaZone:
KlimaZone
- Nächster Beitrag in KlimaZone:
KlimaZone
Kommentare
Du musst angemeldet sein um zu kommentieren.
