
Jeder kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Oft sind es nur kleine Veränderungen, die große Wirkung zeigen. Klimaschutz bedeutet nicht, auf lieb gewonnene Annehmlichkeiten zu verzichten.
Wie?
Einfach bei einem der zahlreichen Anbieter den Wechsel beantragen. Dazu reicht es einen kurzen Antrag auszufüllen. Aber Vorsicht, klär vorher aus welchen Erzeugungsanlagen der Strom stammt und ob entsprechende Belege offen gelegt werden. Denn nur dann ist gewährleistet, dass der Strom auch wirklich sauber ist. Eine Liste mit anerkannten Anbietern findest du hier: www.nullgradplus.de/oekostrom.
Warum?
Ein durchschnittlicher Haushalt kann durch den Wechsel im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen. Außerdem führt eine gesteigerte Nachfrage dazu, dass mehr in regenerative Energien investiert wird.
Unterm Strich:
Sind alternative Energien für Haushalte manchmal sogar günstiger als der Standardstrommix und bedeutend besser fürs Klima.
Zeit
= sehr geringKosten
= positivNutzen
= sehr hochWie?
Egal ob in den Urlaub oder auf Geschäftsreise, Fliegen ist ein Klimakiller. Wenn es irgendwie möglich ist, solltest du deshalb auf Flugreisen verzichten. Wenn es gar nicht ohne geht, dann kannst du deine Flüge immerhin CO2 neutral stellen. Nähere Informationen dazu findest du auf www.atmosfair.de.
Warum?
Im Flugverkehr haben sich die CO2-Emissionen seit 1990 fast verdoppelt. Außerdem könnte mit dem Treibstoff eines einzigen innerdeutschen Kurzstreckenfluges die gleiche Anzahl Passagiere in modernen Autos von Hamburg bis nach Zentralafrika fahren!
Unterm Strich:
Führen eine Menge Transportmittel zum Ziel, nicht nur Billigflieger.
Zeit
= mittelKosten
= positivNutzen
= sehr hochWie?
Verwende überall da Energiesparlampen, wo Licht nicht nur kurzfristig gebraucht wird. Die etwas teureren Anschaffungskosten hat man sowieso schnell wieder drin. Und die Zeiten, in denen Energiesparlampen seltsame orangefarbene Funzeln waren, sind auch lange vorbei.
Warum?
Eine Energiesparlampe mit 20 Watt Leistung liefert die gleiche Helligkeit wie eine herkömmliche Glühbirne mit 100 Watt und hat dabei eine bis zu fünfzehn Mal längere Lebensdauer.
Unterm Strich:
Gewinnen alle: Das Klima wird ebenso geschont wie der Geldbeutel.
Zeit
= sehr geringKosten
= positivNutzen
= mittelWie?
Einfach bei Fernseher, Computer, Hifi-Anlage und allen sonstigen Elektrogeräten den Stand-by-Schalter ausmachen. Unser Tipp: Geräte einfach an eine Steckdosenleiste mit Kippschalter anschließen. Dann reicht ein Klick, um den Strom abzudrehen. Wer zu Vergesslichkeit neigt, kann sich das auch von einer Zeitschaltuhr abnehmen lassen.
Warum?
Elektrische Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Betrieb weiter Strom. Dabei ist der Leerlauf meist völlig nutzlos, und weder für die Betriebsbereitschaft noch für die Funktion der Geräte wichtig. Stand-by bedeutet: höhere Umweltbelastung und höhere Stromkosten.
Unterm Strich:
Schläft es sich ruhiger, wenn nicht die ganze Zeit der Stromzähler weiter tickt.
Zeit
= sehr geringKosten
= positivNutzen
= mittelWie?
Einfach die gewaschene Wäsche auf einem Wäscheständer aufhängen und ans gekippte Fenster bzw. im Winter vor den warmen Heizkörper stellen. Für Menschen mit Balkon, bieten sich als Alternative ausgeklügelte Wäscheleinen-Netzwerke an.
Warum?
Das elektrische Trocknen von Wäsche kostet etwa viermal so viel wie das Waschen zuvor in der Maschine. Denn im Gegensatz zu anderen Haushaltsgeräten, bei denen der Strom- und Wasserverbrauch über die Jahre gesenkt werden konnte, hat sich bei den Trocknern in puncto Energieverbrauch fast nichts getan.
Unterm Strich:
Trocknen Sonne und Wind deine Wäsche kostenlos und umweltfreundlich!
Zeit
= sehr geringKosten
= positivNutzen
= hochWie?
Einfach zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen. Oder den Bus. Oder das Skateboard wieder aus dem Schrank holen. Und wenn es schon ein Auto sein muss, dann achte wenigstens darauf, ein paar nette Leute mitzunehmen. Je mehr mitfahren, desto besser ist die Klimabilanz jedes Einzelnen.
Warum?
Der Anteil des Verkehrs am weltweiten CO2-Ausstoß liegt bei etwa 20%. Außerdem steigt durch derart klimafreundliche Fortbewegung ganz nebenbei die Verkehrssicherheit.
Unterm Strich:
Tut ein bisschen Bewegung jedem gut. Auch dem Klima.
Zeit
= geringKosten
= neutralNutzen
= sehr hochWie?
Wer ein Auto kauft, fragt nach dem Benzinverbrauch. Genauso selbstverständlich solltest du dich über den Stromverbrauch von Elektrogeräten informieren. Beim Neukauf eines Kühlschranks hilft das EU-Label bei der Auswahl eines effizienten Modells. Doch Vorsicht: Auch bei den Geräten, die als A-Klasse ausgezeichnet sind, gibt es erhebliche Unterschiede. Mehr Informationen über Geräte mit geringem Stromverbrauch gibt es unter www.energiesparende-geraete.de.
Warum?
Wer vor dem Kauf ein wenig Zeit in Recherche investiert, freut sich später über eine niedrigere Stromrechnung und ein stabileres Klima.
Unterm Strich:
Ist das billigste Gerät auf Dauer oft weder sparsam noch klimafreundlich.
Zeit
= mittelKosten
= positivNutzen
= hochWie?
Keine Angst, niemand soll zum Vegetarier bekehrt werden. Aber es muss ja nicht jeden Tag Schweinebraten geben. Einmal die Woche reicht auch.
Warum?
Unglaublich aber wahr: die Fleischindustrie ist für ungefähr 18% der jährlich ausgestoßenen Treibhausgase weltweit verantwortlich. Das ist mehr als alle Verkehrsmittel zusammengenommen. Schuld daran ist die rege Verdauung unserer vierbeinigen Freunde. Bei der tritt nämlich Methan aus. Ein Gas dessen Einfluss auf die Erderwärmung 23-mal so hoch ist wie der von CO2.
Unterm Strich:
Ernährst du dich gesünder und tust auch noch was fürs Klima.
Zeit
= geringKosten
= neutralNutzen
= sehr hochWie?
Achte beim Kauf von Lebensmittel einfach auf die Reisestrecke, die diese zurücklegen mussten, um in deinem Supermarkt zu landen. Ideal sind Produkte, die aus deiner Umgebung kommen und aus ökologischem Anbau sind. Gut ist auch, wenn du möglichst viele saisonale Produkte kaufst. Denn im Ernst, kein Mensch braucht im Dezember Erdbeertorte.
Warum?
Durch den Verzicht auf lange Transportwege wird die CO2-Emission reduziert. So verursacht eine Mahlzeit von 100 Gramm Spargel aus Chile allein durch den Transport 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Aus der eigenen Region zur Spargelzeit dagegen nur 60 Gramm.
Unterm Strich:
Ist das Gemüse vom Bio-Bauern um die Ecke frisch, gesund und klimafreundlich. Was will man mehr?
Zeit
= geringKosten
= neutralNutzen
= sehr hochWie?
Anstelle der Badewanne einfach die Dusche besteigen! Ganz auf Nummer sicher geht dabei, wer auch mit weniger heißem Wasser auskommt und beim Einseifen die Brause ruhig mal abstellt. Wer meint auf ein Vollbad nicht verzichten zu können, lädt sich wenigstens ein, zwei nette Gäste mit ein.
Warum?
Duschen statt Baden spart Warmwasser und damit auch Energie. Wer gemütliche fünf Minuten unter der Brause steht, verbraucht nur ein Drittel des Wassers und der Energie, die ein Wannenbad benötigt.
Unterm Strich:
Freut sich nicht nur der Geldbeutel, sondern auch das Klima und nebenbei noch dein Kreislauf!
Zeit
= positivKosten
= positivNutzen
= hochWie?
Dein Engagement ist gefragt, um noch mehr Klimaschutz in den Alltag deiner Mitmenschen zu bringen. Überzeug deine Verwandten und Freunde. Oder überleg dir eine Klimaaktion für dein Haus, deine Straße oder deine Stadt. Aber vergiss nicht Geduld zu haben. Viele Menschen brauchen Zeit, um Neues auszuprobieren.
Warum?
Es ist wichtig, dass sich jeder Einzelne dafür entscheidet, aktiv das Klima zu schützen. Wenn viele Menschen für sich genommen Kleinigkeiten verbessern, ist ihr Handeln in der Summe sehr wirksam. Deshalb zählt jeder doppelt, der es schafft, andere von der Notwendigkeit eines klimabewussten Lebens zu überzeugen.
Unterm Strich:
Haben wir lange genug übers Wetter geredet. Jetzt wird gehandelt.
